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Research · Marktanalyse

Immobilienmarkt Deutschland: Preise, Bau und Finanzierung

Der deutsche Immobilienmarkt zeigte bis zum zweiten Quartal 2026 keine einheitliche Entwicklung. Wohnimmobilienpreise lagen im Destatis-Index über dem Vorjahresquartal, während Bau, Finanzierung und Gewerbesegmente eigene Signale lieferten. Diese Analyse trennt Preis-, Angebots- und Finanzierungsdaten nach Messmethode und Zeitraum, ohne daraus eine Prognose abzuleiten.

Datenzeitraum: 2015–2026, Stand 07.10.2026; jüngste Preisbeobachtung 2026-Q2, jüngste Kreditzinsbeobachtung 2026-08. Methode: Verwendet werden Primärdaten von Destatis und der Deutschen Bundesbank sowie transaktionsbasierte vdp-Indizes. Die drei Zeitreihen bleiben unverändert aus der geprüften Recherche übernommen. Abdeckung, Frequenz und Indexbasis werden nicht vermischt; vdp- und Destatis-Preisindizes werden wegen unterschiedlicher Methodik getrennt erläutert.

Auf einen Blick

Kernaussagen

  • Der Destatis-Häuserpreisindex lag im zweiten Quartal 2026 bei 100,6 Punkten auf Basis 2025 gleich 100 und 0,6 Prozent über dem Vorjahresquartal; der Wert ist vorläufig.
  • Der vdp meldete für das zweite Quartal 2026 einen Anstieg von 1,9 Prozent bei Wohnimmobilien, aber einen Rückgang von 1,2 Prozent bei Büroimmobilien gegenüber dem Vorjahresquartal.
  • Die Zahl fertiggestellter Wohnungen sank 2025 auf 206.586 und damit um 18,0 Prozent gegenüber 2024.
  • Von Januar bis Juli 2026 wurden 148.800 Wohnungen genehmigt, 12,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum; Genehmigungen sind keine Fertigstellungen.
  • Der Bundesbank-Effektivzinssatz für Wohnungsbaukredite privater Haushalte lag im August 2026 bei 4,01 Prozent pro Jahr, nach 1,16 Prozent im Dezember 2020.
  • Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im Februar 2026 um 3,3 Prozent über Februar 2025.

Welche Daten beschreiben den Immobilienmarkt?

Preise, Bauaktivität und Finanzierung messen verschiedene Marktseiten. Der Destatis-Häuserpreisindex erfasst Wohnimmobilienpreise. Genehmigungen und Fertigstellungen erfassen die Baupipeline beziehungsweise realisiertes Angebot. Die Bundesbank-Zinsreihe zeigt einen durchschnittlichen Neugeschäftszins für Wohnungsbaukredite privater Haushalte. Erst die gemeinsame Betrachtung zeigt, dass Preis, Angebot und Kreditkondition unterschiedliche Beobachtungsgegenstände darstellen.

Keiner dieser Indikatoren bildet allein den gesamten Immobilienmarkt ab. Vor allem Gewerbeimmobilien, regionale Teilmärkte und einzelne Objektarten folgen teils anderen Mechanismen.

Die Zeitbezüge sind ebenfalls unterschiedlich: Preise liegen quartalsweise vor, Kreditzinsen monatlich und Fertigstellungen jährlich. Vergleiche müssen diese Frequenzen berücksichtigen.

Grenzen dieser Aussage

  • Die betrachteten Reihen sind Marktindikatoren und keine Bewertung einzelner Objekte, Projekte oder Finanzierungen.

Wie entwickelten sich Wohnimmobilienpreise zuletzt?

Der Destatis-Häuserpreisindex lag im zweiten Quartal 2026 bei 100,6 Punkten auf Basis 2025 gleich 100. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 stiegen die Preise für Wohnimmobilien um 0,6 Prozent. Dieser vorläufige Bundeswert verdeckt unterschiedliche Entwicklungen nach Region und Objektart.

Nach den Jahreswerten des Destatis-Index fiel das Preisniveau 2023 und 2024 gegenüber den jeweiligen Vorjahren, bevor der Jahresdurchschnitt 2025 wieder bei 100,0 lag. Die Indexbasis ist für Vergleiche innerhalb derselben Reihe maßgeblich.

Für das zweite Quartal 2026 meldete Destatis bei Eigentumswohnungen in den sieben Metropolen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal, während Ein- und Zweifamilienhäuser dort zulegten.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
Häuserpreisindex DeutschlandVorläufiger Quartalswert.100,6 Index (2025=100)2026-Q2Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS Tabelle 61262-0002Abruf 24.09.2026
Veränderung der Preise für Wohnimmobilien gegenüber VorjahresquartalVorläufig.0,6 %2026-Q2 gegenüber 2025-Q2Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 336Abruf 24.09.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Der Index bildet Transaktionen aggregiert ab und erlaubt keine Aussage über Wert oder Preis eines einzelnen Hauses oder einer einzelnen Wohnung.

Was zeigen transaktionsbasierte Daten zu Marktsegmenten?

Der vdp-Immobilienpreisindex verzeichnete im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal ein Plus von 1,3 Prozent für den Gesamtmarkt. Wohnimmobilien legten um 1,9 Prozent zu, Büroimmobilien gingen um 1,2 Prozent zurück. Die Daten bestätigen eine segmentierte statt gleichförmige Marktbewegung.

Die vdp-Indizes beruhen auf realisierten Transaktionsdaten. Laut vdp wurde die Methodik für Teile der Indizes zu Beginn 2026 angepasst; als Basisjahr gilt 2022 gleich 100. Zeitvergleiche sind deshalb im jeweiligen Methodenkontext zu lesen.

Der vdp deckt Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien ab. Seine Preisentwicklung ist nicht mit der Destatis-Reihe gleichzusetzen, weil Abdeckung und Methodik verschieden sind.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
vdp-Immobilienpreisindex, Gesamtmarkt1,3 %2026-Q2 gegenüber 2025-Q2Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), ImmobilienpreisindexAbruf 10.08.2026
vdp-Preisveränderung Büroimmobilien-1,2 %2026-Q2 gegenüber 2025-Q2Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), ImmobilienpreisindexAbruf 10.08.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Abweichungen zwischen vdp und Destatis sind aufgrund unterschiedlicher Abdeckungen und Methoden nicht als Widerspruch zu deuten.

Wie entwickelten sich Genehmigungen und Fertigstellungen?

Im Jahr 2025 wurden 206.586 Wohnungen fertiggestellt, 18,0 Prozent weniger als 2024. Von Januar bis Juli 2026 wurden 148.800 Wohnungen genehmigt, 12,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Eine Genehmigung ist jedoch kein Nachweis für eine zeitnahe Fertigstellung.

Die Jahresreihe zeigt, dass die Zahl genehmigter Wohnungen von 380.736 im Jahr 2021 auf 215.289 im Jahr 2024 fiel und 2025 bei 238.063 lag. Fertigstellungen gingen im selben Zeitraum zeitverzögert zurück.

Destatis weist darauf hin, dass Monatsdaten zu Genehmigungen Nachmeldungen enthalten können. Zudem können Vorhaben verändert, verzögert oder nicht umgesetzt werden.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
Fertiggestellte Wohnungen206.586 Wohnungen2025Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS Tabelle 31121-0001Abruf 10.06.2026
Veränderung fertiggestellter Wohnungen-18,0 %2025 gegenüber 2024Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 174Abruf 22.05.2026
Baugenehmigte WohnungenNeue und bestehende Gebäude; vorläufige Monatsstatistik einschließlich möglicher Nachmeldungen.148.800 Wohnungen2026-01 bis 2026-07Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 330Abruf 18.09.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Genehmigungen sind ein Frühindikator und lassen keine direkte Aussage über regionales Wohnungsangebot oder künftige Preise zu.

Welche Signale liefern Baukosten und Bauzeit?

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im Februar 2026 um 3,3 Prozent über dem Stand von Februar 2025. Zugleich dauerte die Abwicklung von Neubauwohnungen in Wohngebäuden, die 2025 fertiggestellt wurden, laut Destatis durchschnittlich 27 Monate ab Genehmigung.

Baupreisindizes messen Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer. Sie sind keine vollständige Projektkalkulation, weil beispielsweise Grundstück, Finanzierung, Planung und Vermarktung darin nicht enthalten sind.

Die Dauer zwischen Genehmigung und Fertigstellung verdeutlicht den Zeitversatz der Angebotsseite. Sie ist ein Durchschnittswert und kann nach Projektart, Standort und Bauphase stark abweichen.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter WohngebäudeBauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer.3,3 %2026-02 gegenüber 2025-02Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 126Abruf 10.04.2026
Durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen in Wohngebäuden27 Monate2025 fertiggestellte WohngebäudeStatistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 174Abruf 22.05.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Weder Baupreise noch durchschnittliche Bauzeit messen die Rentabilität oder Durchführbarkeit eines bestimmten Vorhabens.

Wie stellt sich das Umfeld für Wohnungsbaukredite dar?

Der Effektivzinssatz für neu vereinbarte Wohnungsbaukredite an private Haushalte lag im August 2026 bei 4,01 Prozent pro Jahr. Die Bundesbankreihe stieg von 1,16 Prozent im Dezember 2020 auf 4,05 Prozent im Dezember 2023. Sie bildet Neuvereinbarungen aggregiert ab.

Der Satz ist volumengewichtet und umfasst besicherte und unbesicherte Wohnungsbaukredite. Er berücksichtigt keine individuellen Merkmale wie Beleihung, Laufzeit, Bonität oder konkrete Sicherheiten.

Für den Immobilienmarkt beeinflussen Finanzierungskosten Nachfrage und Kalkulation. Eine Veränderung des Neugeschäftszinses ist jedoch weder eine Renditekennzahl noch ein direkter Projektfinanzierungszins.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
Effektivzinssatz für Wohnungsbaukredite an private Haushalte, Neugeschäft insgesamtVorläufiger Wert; volumengewichteter Durchschnittssatz über im Berichtsmonat abgeschlossene Neuvereinbarungen.4,01 % p.a.2026-08Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik SUD131ZAbruf 01.10.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Die Reihe betrifft private Haushalte und kann nicht als Zinssatz eines bestimmten Darlehens oder gewerblichen Projekts verwendet werden.

Wie sind Mieten und Wohnungsnutzung einzuordnen?

Die Nettokaltmieten im Verbraucherpreisindex lagen im August 2026 um 1,9 Prozent über August 2025. Diese Messgröße bildet eine Verbraucherpreisposition ab und keine Neuvertragsmieten oder objektspezifischen Erträge. Eurostat weist für Deutschland 2024 einen Mieteranteil von 53 Prozent der Bevölkerung aus.

Die Mietnutzung prägt die Bedeutung von Mietwohnungen im deutschen Wohnungsmarkt. Sie sagt jedoch nichts über Leerstand, Mietausfall, Lagequalität oder den Cashflow eines bestimmten Bestands aus.

Die VPI-Nettokaltmiete und vdp-Neuvertragsmieten beruhen auf unterschiedlichen Konzepten. Sie sollten daher nicht gleichgesetzt oder ohne Methodenprüfung verglichen werden.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
VPI-NettokaltmietenNicht mit Neuvertragsmieten oder objektspezifischen Mieterträgen gleichzusetzen.1,9 %2026-08 gegenüber 2025-08Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 320Abruf 10.09.2026
Bevölkerungsanteil in MietwohnungenPersonenanteil, nicht Anteil des Immobilienvermögens.53,0 %2024Eurostat, Wohneigentum und MietnutzungAbruf 05.02.2026

Grenzen dieser Aussage

  • Der VPI misst nicht die Neuvertragsmiete und nicht die Ertragslage einer einzelnen Wohnimmobilie.

Welchen Risikokontext zeigen Aufsicht und Zentralbank?

Die BaFin beschrieb die Verwundbarkeiten am deutschen Wohnimmobilienmarkt im April 2025 als deutlich, aber nicht vollständig abgebaut. Die EZB berichtete im Mai 2026 für Gewerbeimmobilien trotz Stabilisierung über strukturelle Belastungen, besonders bei Büro- und Non-Prime-Objekten.

Die BaFin senkte den sektoralen Systemrisikopuffer für Wohnimmobilienkredite ab Mai 2025 von zwei auf ein Prozent. Der Puffer ist eine Kapitalanforderung an Institute und kein Kreditzins oder Qualitätsurteil über einzelne Immobilien.

Die EZB verweist auf schwache Marktaktivität und die Differenzierung zwischen Prime- und Non-Prime-Segmenten. Diese makrofinanzielle Einordnung ersetzt keine Prüfung von Standort, Verträgen, Finanzierung oder Objektqualität.

Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag
KennzahlWertZeitraumQuelle
Sektoraler Systemrisikopuffer für WohnimmobilienkrediteKapitalanforderung an Institute, kein Kreditzins.1,0 %ab 2025-05-01Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)Abruf 30.04.2025

Grenzen dieser Aussage

  • Makroprudenzielle Einschätzungen und Kapitalpuffer erlauben keine Aussage über Ausfall- oder Preisrisiken eines einzelnen Objekts.

Daten

Datenreihen mit Quelle und Stichtag

Häuserpreisindex Deutschland

62,1486,5110,86201520202025
Einheit: Index (2025=100) · Frequenz: jährlich · Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS Tabelle 61262-0001 (Abruf 11.09.2026)
Datentabelle anzeigen (11 Werte)
Häuserpreisindex Deutschland – alle Werte
ZeitraumWert (Index (2025=100))
201565,5
201670,4
201774,7
201879,7
201984,3
202090,8
2021101,4
2022107,5
202398,4
202496,9
2025100

Effektivzinssatz: Wohnungsbaukredite an private Haushalte, Neugeschäft insgesamt

0,932,614,282015-122020-122026-08
Einheit: % p.a. · Frequenz: monatlich; ausgewählte Dezemberwerte und letzter verfügbarer Monat · Quelle: Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik SUD131Z (Abruf 01.10.2026)
Datentabelle anzeigen (12 Werte)
Effektivzinssatz: Wohnungsbaukredite an private Haushalte, Neugeschäft insgesamt – alle Werte
ZeitraumWert (% p.a.)
2015-121,95
2016-121,66
2017-121,79
2018-121,85
2019-121,29
2020-121,16
2021-121,32
2022-123,52
2023-124,05
2024-123,56
2025-123,71
2026-084,01

Fertiggestellte Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden

199.490,88250.930,5302.370,12202120232025
Einheit: Wohnungen · Frequenz: jährlich · Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS Tabelle 31121-0001 (Abruf 10.06.2026)
Datentabelle anzeigen (5 Werte)
Fertiggestellte Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden – alle Werte
ZeitraumWert (Wohnungen)
2021293.393
2022295.275
2023294.399
2024251.937
2025206.586

Investment Report

Ausführliche Fassung als PDF

PDF · 18 Seiten · 274 KB

Linden Real Estate Investment Report

Immobilien Deutschland im Euroraum-Kontext: Preise, Bau, Finanzierung

Version 1.0 · Oktober 2026 · Datenstand 06.10.2026

Destatis, Deutsche Bundesbank, EZB, vdp und weitere Primärquellen.

Fragen

Häufige Fragen zu diesem Thema

Warum können Destatis- und vdp-Preisangaben voneinander abweichen?

Beide Indikatoren verwenden eigene Abgrenzungen, Datenquellen und Methoden. Destatis veröffentlicht einen Häuserpreisindex für Wohnimmobilien. Der vdp deckt mit transaktionsbasierten Indizes zusätzlich Büro- und Einzelhandelsimmobilien ab. Deshalb sind Prozentwerte nur innerhalb der jeweiligen Reihe unmittelbar vergleichbar.

Was bedeutet die Indexbasis 2025 gleich 100?

Die Indexbasis setzt das durchschnittliche Preisniveau des Basisjahres rechnerisch auf 100. Ein Wert von 100,6 im zweiten Quartal 2026 zeigt das Verhältnis zum Basisjahr innerhalb dieser Reihe. Die Basis erleichtert Zeitvergleiche, ersetzt aber keine Angabe in Euro und keine Bewertung eines einzelnen Objekts.

Sind höhere Genehmigungen ein Zeichen für sofort mehr Wohnraum?

Nein. Zwischen Genehmigung und Fertigstellung liegen Planung, Bau, Finanzierung und mögliche Änderungen des Vorhabens. Destatis weist zudem auf Nachmeldungen in den monatlichen Genehmigungsdaten hin. Genehmigungen sind daher ein Hinweis auf mögliche Bautätigkeit, nicht auf kurzfristig verfügbaren Wohnraum.

Warum ist der Wohnungsbaukreditzins kein Projektfinanzierungszins?

Die Bundesbankreihe erfasst Neuvereinbarungen von Wohnungsbaukrediten an private Haushalte als volumengewichteten Durchschnitt. Projektfinanzierungen können andere Kreditnehmer, Sicherheiten, Laufzeiten, Zinsbindungen und Vertragsbedingungen haben. Der Wert liefert Marktumfeld, aber keine konkrete Finanzierungskondition.

Was misst die VPI-Nettokaltmiete?

Die Nettokaltmiete ist eine Position im Verbraucherpreisindex und misst eine Preisentwicklung aus Sicht privater Haushalte. Sie ist weder eine Neuvertragsmiete noch ein Maß für den Ertrag eines bestimmten Wohnobjekts. Objektbezogene Kosten, Leerstand und Finanzierung sind darin nicht enthalten.