Was umfasst der hier betrachtete Goldmarkt?
Die Analyse trennt Bestände, jährliche Ströme und Handelsdaten. Ende des zweiten Quartals 2026 schätzte der World Gold Council den gesamten oberirdischen Goldbestand auf 222.600 Tonnen. Dieser Wert umfasst unterschiedliche Verwendungs- und Haltekategorien. Er ist weder eine Messung des jährlichen Angebots noch eine Angabe über die kurzfristig handelbare Menge.
Der Bestand resultiert aus historischem Abbau und der hohen Wiederverwendbarkeit von Gold. Deshalb prägen nicht nur neue Minenproduktion, sondern auch bestehende Bestände und Recycling den Markt.
Der World Gold Council aktualisiert seine Bestandsschätzung quartalsweise. Die Werte der Kategorien sind gerundet und können von der Gesamtsumme abweichen.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Oberirdischer Goldbestand gesamtSchätzung; Kategorien sind gerundet. | 222.600 t | Ende Q2 2026 | World Gold CouncilAbruf 18.08.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Die Bestandszahl ist keine Liquiditäts- oder Angebotsprognose.
- Kategorien lassen sich wegen Rundungen nicht exakt addieren.
Wie setzte sich das Goldangebot zusammen?
Das jährliche Gesamtangebot umfasst vor allem Minenproduktion und Recycling. Die Minenproduktion stieg in der vorliegenden Reihe von 3.560,7 Tonnen im Jahr 2021 auf 3.671,6 Tonnen im Jahr 2025. Recycling erhöhte sich im selben Zeitraum von 1.149,9 auf 1.404,3 Tonnen. Beide Komponenten sind deshalb für die Angebotsanalyse relevant.
Das World Gold Council veröffentlicht die Angebotsdaten quartalsweise und jährlich. In der verwendeten Jahresreihe erreichte das Gesamtangebot 2025 5.002,3 Tonnen.
Recycling mobilisiert Gold aus bestehenden Beständen. Aus der historischen Reihe folgt weder ein fester Preisdeckel noch ein gleichförmiger Angebotsverlauf.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Weltweites Gesamtangebot GoldJahresreihe aus Minenproduktion und Recycling. | 5.002,3 t | Kalenderjahr 2025 | World Gold CouncilAbruf 30.07.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Die Zeitreihe kann durch spätere Datenrevisionen angepasst werden.
- Angebotsmengen erklären Preisbewegungen nicht allein.
Aus welchen Bereichen stammt die Goldnachfrage?
Der World Gold Council gliedert die Nachfrage unter anderem in Schmuck, Investment, Zentralbanken und Technologie. Diese Bereiche reagieren auf unterschiedliche wirtschaftliche und regionale Faktoren. Für 2025 beziffert der World Gold Council die Nettonachfrage von Zentralbanken und anderen Institutionen auf 863,3 Tonnen. Sie ist eine Komponente der Nachfragebilanz, nicht der gesamte Goldmarkt.
Die Nachfrage nach Schmuck, Technologie und Investment folgt unterschiedlichen Nutzungs- und Haltemotiven. Eine hohe Nachfrage einer Kategorie besagt daher nicht, dass alle Kategorien gleichzeitig steigen.
Die Zentralbankreihe umfasst laut World Gold Council gemeldete Veränderungen und eine Schätzung nicht gemeldeter Käufe. Das unterscheidet sie von ausschließlich gemeldeten Monatsstatistiken.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Nettonachfrage der Zentralbanken und anderer InstitutionenEinschließlich geschätzter nicht gemeldeter Käufe nach WGC-Methodik. | 863,3 t | Kalenderjahr 2025 | World Gold CouncilAbruf 29.01.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Nachfragekomponenten sind keine Aussage über spätere Käufe oder Verkäufe.
- Offizielle Käufe können teilweise zeitversetzt oder unvollständig veröffentlicht werden.
Welche Beobachtung liefern Gold-ETF-Bestände?
Physisch besicherte Gold-ETFs und ähnliche Produkte bilden einen beobachtbaren Teil der Investmentnachfrage. Nach Angaben des World Gold Council lagen ihre globalen Bestände am 31. August 2026 bei 4.189 Tonnen. Im August stiegen die Bestände um 121 Tonnen. Bestandsänderungen und Geldflüsse sind nach der WGC-Methodik unterschiedliche Kennzahlen.
Der World Gold Council definiert ETF-Nachfrage als Veränderung der von den erfassten Fonds gehaltenen Goldmenge. Fondsflüsse erfassen dagegen die in US-Dollar zu- oder abgeflossenen Mittel.
ETF-Daten decken nicht sämtliche Formen des Goldengagements ab. Insbesondere Barren, Münzen, OTC-Positionen und Terminmärkte sind davon abzugrenzen.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Globaler Bestand physisch besicherter Gold-ETFsVom WGC erfasste physisch besicherte ETFs und ähnliche Produkte. | 4.189 t | 31.08.2026 | World Gold CouncilAbruf 09.09.2026 |
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| Veränderung globaler physisch besicherter Gold-ETF-BeständePositive Bestandsänderung; keine Aussage über die gesamte Investmentnachfrage. | 121 t | August 2026 | World Gold CouncilAbruf 09.09.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- ETF-Bestände sind kein Maß für den gesamten physischen Goldbestand.
- Ein Monatswert ist keine Fortschreibung für spätere Perioden.
Wie verteilt sich der oberirdische Goldbestand?
Der World Gold Council ordnet Ende des zweiten Quartals 2026 rund 99.700 Tonnen des oberirdischen Bestands Schmuck zu. Zentralbanken hielten rund 39.000 Tonnen, Barren und Münzen rund 47.800 Tonnen. Diese Verteilung zeigt die unterschiedlichen Funktionen des Metalls. Sie beschreibt jedoch keine sofort verfügbaren Verkaufsbestände einzelner Halter.
Weitere WGC-Kategorien sind Gold-ETFs, OTC-Bestände und sonstige Verwendungen. Letztere enthalten auch nicht schmuckbezogene Anwendungen und Bestände, die nicht eindeutig anderen Kategorien zugeordnet sind.
Bestandskategorien unterscheiden sich von jährlichen Nachfragekategorien. Eine Bestandsverteilung kann deshalb nicht unmittelbar mit einer Jahresnachfrage verglichen werden.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Oberirdischer Goldbestand – SchmuckGerundeter WGC-Wert. | 99.700 t | Ende Q2 2026 | World Gold CouncilAbruf 18.08.2026 |
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| Oberirdischer Goldbestand – ZentralbankenGerundeter WGC-Wert. | 39.000 t | Ende Q2 2026 | World Gold CouncilAbruf 18.08.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Die Kategorisierung folgt einer WGC-Schätzung und enthält gerundete Werte.
- Die Daten zeigen keine Eigentümerstruktur einzelner Marktteilnehmer.
Wie wird die Preisentwicklung in dieser Analyse gemessen?
Als Preisreihe dient der LBMA Gold Price PM in US-Dollar je Feinunze. Der Jahresdurchschnitt stieg in der verwendeten Reihe von 1.798,61 US-Dollar im Jahr 2021 auf 3.431,54 US-Dollar im Jahr 2025. Für das zweite Quartal 2026 weist der World Gold Council einen Durchschnitt von 4.506,29 US-Dollar je Feinunze aus.
ICE Benchmark Administration führt die Auktionen für unallokiertes Loco-London-Gold in US-Dollar durch. Euro- und Pfundwerte werden zusätzlich veröffentlicht, aber nicht unmittelbar über die Auktion gehandelt.
Die Reihe beschreibt historische USD-Durchschnittspreise. Für eine Euro-Betrachtung wirkt zusätzlich die Veränderung des EUR/USD-Wechselkurses.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| LBMA Gold Price PM – QuartalsdurchschnittQuartalsdurchschnitt in US-Dollar je Feinunze. | 4.506,29 USD/oz | Q2 2026 | World Gold Council / ICE Benchmark AdministrationAbruf 30.07.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Die Preisreihe ist keine Prognose und keine Renditeannahme.
- USD-Preisbewegungen entsprechen nicht zwingend der Wertentwicklung in Euro.
Was zeigen die deutschen Goldreserven?
Die Deutsche Bundesbank wies zum 31. Dezember 2025 physische Feingoldbarren von 3.350 Tonnen aus. Davon lagerten 1.710 Tonnen in Frankfurt, 1.236 Tonnen in New York und 404 Tonnen in London. Diese Reserveposition dokumentiert einen institutionellen Bestand und ist nicht mit privaten Verwahr- oder Anlagestrukturen gleichzusetzen.
Die Bundesbank ergänzt den physischen Bestand um vier Kilogramm Goldforderungen aus Margenabwicklungen. Die Angabe zu den Barren bleibt davon getrennt.
Zentralbankreserven dienen eigenen institutionellen Zwecken. Aus einem Lagerort oder einer Bestandsgröße lässt sich keine Aussage über die Angebotslage für private Marktteilnehmer ableiten.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Goldreserven der Deutschen BundesbankPhysische Feingoldbarren; Goldforderungen sind gesondert ausgewiesen. | 3.350 t | 31.12.2025 | Deutsche BundesbankAbruf 05.03.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Institutionelle Reservebestände sind nicht mit Handelsvolumen oder kurzfristigem Marktangebot gleichzusetzen.
- Die Bestandsangabe ist ein Stichtagswert.
Welche Handels- und Datengrenzen sind zu beachten?
London ist ein wichtiger OTC-Handels- und Verwahrungsplatz. Die LBMA meldete für Ende August 2026 9.632 Tonnen Gold in den erfassten Londoner Tresoren. Dieser Wert umfasst kommerzielle Tresore und Bestände der Bank of England. Er enthält weder Schmuck noch private Bestände außerhalb des Londoner Clearing-Systems und misst keine weltweit verfügbare Menge.
Die LBMA veröffentlicht die Tresordaten monatlich mit einem Monat Verzögerung. Die Bewertung basiert auf dem LBMA-Goldpreis PM am Monatsende.
Die verwendeten WGC-Reihen beruhen auf einer veröffentlichten Datenerhebung und können revidiert werden. Die Analyse verwendet deshalb nur die jeweils genannte Periode und trennt Daten von Interpretationen.
Daten zu dieser Frage mit Quelle und Stichtag| Kennzahl | Wert | Zeitraum | Quelle |
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| Goldbestand in Londoner TresorenLoco-London-Bestände in den erfassten kommerziellen Tresoren und bei der Bank of England. | 9.632 t | 31.08.2026 | London Bullion Market AssociationAbruf 06.10.2026 |
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Grenzen dieser Aussage
- Die Tresorstatistik deckt nicht den gesamten weltweiten Goldbestand ab.
- Verwahrbestände sind kein Beleg für die freie Verfügbarkeit einzelner Barren.